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Barnevelder Hühner Ein Prachtexemplar
Die Eier



Beim entstehen der Barnevelder stand unzweifelhaft das große dunkelbraune Ei im Vordergrund.
Besonders in den Niederlanden schätzten die Hausfrauen diese Eierfarbe. Wen wundert es also,
dass in der holländischen Gegend um Barneveld geziehlt nach solchen dunklen Eiern von der
dortigen Landbevölkerung selektiert wurde. Dazu nahmen die Bauern ihre alten,
leistungsstarken Landschläge und kreuzten diese mit verschiedenen Rassen des asiatischen
Typs. Denn nur so war eine braune Eierfarbe zu erziehlen. Welche Rassen alles zur
Entstehungsgeschichte der Benevelder beigetragen haben, ist nicht überliefert und heute auch
nur schwer nachvollziehbar. Sicher dürften Croad Langshan und Rhodeländer an der
Erzüchtung beteiligt gewesen sein. Aber auch Cochin und Wyandotten dürften Eingang in die
Barnevelder gefunden haben. Da die Doppelsäumung zuerst bei den Indischen Kämpfern
auftrat und der erste Farbschlag der 1915 vorgestellten Barnevelder ebenfalls der
Doppeltgesäumte war, standen wohl auch Indische Kämpfer Pate bei der Heruszüchtung des
Barnevelder Huhnes. Herausgekommen ist bei all diesen versuchen eine Rasse, die sich durch
Frühreife, guten Fleischansatz und Leger großer brauner Eier auszeichnet. Aufgrund
ihres angenehmen, zwar lebhaften, doch zutraulichen Wesens fanden die Barnevelder rasch
Verbreitung und avancierten zu einer bis heute ausgesprochen beliebten Rasse.
Die Form der Barnevelder zeigt sich in einem tiefen, breiten, ja fast gedrungen wirkenden
Rumpf, wobei Tiefe zu Länge 2:3 beträgt. Alle Übergänge sind fließend und zeigen keine
Absätze. Die Brust ist ebenfalls tief und breit sowie ein wenig vorgewölbt
(nicht vorgezogen). Für den Bauch gilt dies genauso: breit, voll und tief. Vom breiten
Rücken geht es fließend in den hochgetragenen Schwanz über. Dieser ist beim Hahn mit
reichlich Besichelung ausgestattet. Dabei ist der Übergang vom hohlrunden
Rücken zum Schwanz fließend und wirkt wie eine langgezogene Linie. Der Schwanz selbst
sollte etwa in Höhe des Auges enden. Die Henne fächert ihren Schwanz leicht. Die Schenkel
müssen kräftig sein und sichtbar hervortreten. Die anschließenden Läufe sind von gelber
Farbe. Den entsprechenden Kontrast hierzu bildet das glatte, vollkommen federfreie Gesicht.
Dazu sind die gut gerundeten kurzen, ebenfalls roten Kehllappen und die länglichen roten
Ohrlappen passend. Auf dem behangreichen Hals sitzt beim Hahn ein ziemlich breiter Kopf,
der einen einfachen knapp mittelgroßen nierenförmigen Kamm trägt, dessen Fahne nicht zu
fest aufliegen darf. Die Barnevelder zeigen eine breite Feder. Auch die Sicheln der
Hähne sind verhältnismäßig breit. Denn nur breite Sicheln sind in der Lage die Steuerfedern
zu stützen, damit ein guter Schwanzaufbau gewährleistet ist. Hennen haben naturgemäß
eine ca. 1 bis 1 1/2 Monate kürzere Entwicklungszeit als Hähne. Barnevelder gelten in
Insiderkreisen als relativ anfällig für den Marek'schen Lähmungsvirus.
Daher sollten die Eintagsküken gegen diesen Virus geimpft werden.
Steckbrief
Bruteimindestgewicht 60 g
Legeleistung 180
Farbe der Eier dunkelbraun
Gewicht 3 bis 3,5 kg
Ringgrößen Hahn 20, Henne 18
Bruttrieb ausnahmsweiße
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